Nachdem wir unsere Begeisterung für Usedom zu Pfingsten wiederentdeckt hatten, zog es uns erneut ans Meer – der Kalender bot keine Präsenztermine. Also nichts wie raus aus der Stadt!
Für den ersten Tag hatten wir uns für die Inselmitte entschieden. Mit Bahn und Bus war das Wasserschloss Mellenthin unser erstes Ziel. Für die Führung waren wir noch etwas zu früh und hatten somit Zeit für eine kleine Erkundungstour – und für ein leckeres Bier. In einer Gruppe konnten wir dann unter fachkundiger Begleitung alle Gebäude besichtigen und viel über die Geschichte des Schlosses erfahren.
Leider waren wir an diesem Tag etwas zu spät gestartet, sodass wir den letzten Bus zurück verpassten. Das war aber nicht schlimm, denn es gibt die Fahrleihstationen. Also schnappten wir uns zwei Fahrräder und machten uns auf den Weg zurück zur Bahn.
In Zinnowitz sind wir ausgestiegen und am Strand dem Sonnenuntergang entgegen spaziert.
Für Tag 2 hatten wir die schöne Steilküste zwischen Ückeritz und Bansin auf dem Plan. Zu Fuß ging es knapp 12 km vom Bahnhof Ückeritz zum Bahnhof Bansin, dabei jeweils durch die Orte hindurch. In Ückeritz gibt es nicht viel zu sehen. In Bansin ist mittlerweile an der Promenade alles zugebaut. Der Platz vor der Seebrücke kann nicht mal richtig „atmen“, weil alle drei Seiten hoch umbaut sind. Außerdem gab es dort vermutlich das schlechteste Fischbrötchen der Insel. Zum Glück haben das leckere Quarkbällchen wieder wettgemacht.
Mit dem Zug ging es weiter nach Ahlbeck. Dort haben wir ein Soulkonzert auf der Strandpromenade genossen und waren dann wieder mit dem Zug kurz vor Mitternacht zurück am Schlafplatz.
An Tag 3 zog es uns wieder ins Herz der Insel. Der verschlafene Ort am Stettiner Haff heißt Stolpe und beherbergt das gleichnamige Schloss, das mit viel Engagement restauriert wurde. Es hat eine sehr wechselhafte Geschichte und konnte nach der Wende vor dem Verfall gerettet werden.
Am Haff kann man wunderbar spazieren gehen. Für uns gab es nur eine kleine Runde, denn wir waren wieder mit dem Bus unterwegs – und es war der letzte des Tages. Der Rückweg mit dem Fahrrad wäre weit geworden.
Auf dem Rückweg haben wir Nougat-Macchiato und Kuchen an der Seebrücke in Heringsdorf genossen.
Das Abendessen nahmen wir in Zinnowitz an der Strandpromenade ein, bevor wir am Sportstrand auf der Beachparty ein paar alte Freunde wiedertrafen.
Der Sonntag an Tag 4 gehörte dem Gothensee und hat einen einen Beitrag.
Am letzten Tag haben wir Usedom mit dem Schiff verlassen und sind zur Nachbarinsel Wollin gefahren. Hier gibt es eine beeindruckende Steilküste und Überreste von militärischen Anlagen, die man kostenlos besichtigen kann. Die Uferpromenade ist deutlich quirliger, als man es von den Usedomer Küstenorten kennt. Ein Stand reiht sich an den nächsten, und es gibt eine breite Auswahl köstlicher Spezialitäten: von Fleisch über Fisch bis hin zu einer schier unendlichen Vielfalt an Kuchen, Torten, Waffeln und Eis.
Alle Bilder in meinem Fotostream:
03.07.2025: https://flic.kr/s/aHBqjCnLcE
04.07.2025: https://flic.kr/s/aHBqjCnLfq
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06.07.2025: https://flic.kr/s/aHBqjCkzWs
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