13.10.2019 – Es ist Sonntag. Das bedeutet es geht um einen See. Diesmal haben wir von drei unterschiedlichen Menschen die Empfehlung Walchensee bekommen. Um eine Runde drumherum zu laufen ist der See zu groß bzw. unsere Zeit zu knapp. Daher haben wir abgekürzt und den Tegernsee auf einem Schiff umrundet bevor es nach Hause ging.

Der letzte Tag bedeutet packen, aufräumen, einladen und wieder zurück nach Hause fahren. Die ersten drei Dinge haben wir inklusive Frühstück bis 10:00 Uhr erledigt. Mit der Abfahrt lassen wir uns Zeit. Das Wetter ist zu schön.

Wir fahren zum Walchensee. Der Weg führt vorbei am Kochelsee und dann bergauf zum Walchensee dem mit 190m wohl tiefsten und größten Alpensee Deutschlands und ein Paradies für Tauchende. Das Wasser ist kristallklar und und schimmert grün. Auf 800m Höhe wandern wir einmal am Ufer der Halbinsel Zwergern entlang und haben auch endlich unsere „Bavarian Indian Summer“-Momente. Gelbe, orange und rote Blätter an den Bäumen am Berg die sich im Wasser spiegeln. Herrlich!

Wir haben Reste unseres tollen Biobrotes vom Viktualienmarkt dabei und wollen damit eigentlich Enten füttern. Wir treffen aber nur zwei Enten und wollten die nicht überfüttern. Da Brot wandert also weiter mit. Auf der Hälfte des Weges treffen wir auf Kühe. Die Suchmaschine unserer Wahl weißt keine negativen Konsequenzen zur Fütterung von Kühen mit Brot aus. Wir werfen den Rindviechern die Brotkrummen vor das Maul. Die Reaktion ist eher träge. Wir entscheiden uns aus der Hand zu füttern. Wo zunächst nur drei Kühe standen, stehen jetzt plötzlich acht Kühe. Alle sind sehr interessiert am Brot. Wir können nun behaupten, dass auch Kuhzungen sehr unterschiedlich sind. Der Beutel mit dem Brot ist leer, wir waschen unsere glibberigen Hände am See und laufen weiter. Unsere acht neuen Freunde folgen uns in eiligem Schritt. Wir haben bis heute Kühe noch nie rennen sehen. Das Brot hat ihnen offensichtlich so gut geschmeckt wie uns. Nachdem klar ist, dass es bei uns nichts mehr zu holen gibt, traben sie.

Zurück am Parkplatz geht es weiter mit dem Auto am Walchensee auf einer Mautstraße entlang. Auch hier freuen wir uns über diverse Fotostoppmöglichkeiten und genießen die warmen Farbe zusammen mit der warmen Luft.

Letztes Ziel für diesen Urlaub ist der Tegernsee. Der Ort Tegernsee ist voll. Wir finden nach langem Suchen endlich einen Parkplatz und machen uns zu Fuß auf den Weg zum Schiffsanleger. Diesmal gibt es keine Überraschung. Nur das Schiff kommt 30min zu spät. In der Sonne mit Blick über den See auf das Gebirgspanorama zu warten, da gibt es schlimmeres.

Wir sind die ersten am Steg und somit auch die ersten auf dem Schiff und haben freie Platzwahl. Unsere Wahl fällt auf Außenplätze auf dem Bugteil. Hier gibt es nur wenig Plätze, was entspannte 90min Rundfahrt verspricht und hält.

Die wohl schönste Ecke ist der Malerwinkel mit der St. Laurentius-Kirche. Viele Promis und Fußballspieler haben hier Häuser. In der ersten Reihe kostet das Ein- bis Zweifamilienhaus in gehobener Ausstattung auch gern mal 10 Mio. Euro.

Der See hat eine öffentlich zugängliche Uferpromenade und kam somit auch zu Fuß am Wasser umrundet werden. Abkürzen kann man mit einer Ruderfähre, die vor 500 Jahren das erste Mal urkundlich erwähnt wurde.

Wir beenden unserer Urlaub mit einem letzten zünftigen Abendessen im Bräustüberl Tegernsee, abermals mit einheimischen Tischnachbarn und einem Austausch über Ferien, den möglichen Unterschied von Bußgeld in Bayern und dem Rest von Deutschland und Schule. Womit der Übergang vom Urlaub in das Ehrenamt gegeben ist.

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