Eine Wanderung über 20,6km in 4:53h, die einem streckenweise so vorkommt, als würde man durch das Desktopbild von Windows XP laufen.

Vorausgeschickt: Die auf der Karte eingezeichneten Wege sind teilweise nicht vorhanden. Es ist die zweite Tour in Mecklenburg-Vorpommern, bei der wir teilweise ohne echte Wege gelaufen sind. Ob unsere Route jederzeit passierbar ist, können wir nicht sagen.

Wir starten am Bahnhof Blankensee, der von Berlin mit dem RE5 gut erreichbar ist. Das erste Stück folgen wir den Gleisen in der Richtung, aus der wir mit dem Zug gekommen sind. Der Weg schlängelt sich ein wenig und stößt auf eine Kleingartenanlage, die in einer großen Senke liegt. Hier schwenken wir nach links und laufen an den Zäunen der Gärten bis zur Straße. Dort gehen wir nach rechts weiter und auf das große Holzschild „Feldberger Seenlandschaft“ zu. Wir passieren es auf der linken Seite, folgen ein Stück der Straße, wechseln dann aber auf einen Waldweg neben der Straße.

Nach etwa 1,1km erreichen wir eine Kreuzung. Hier stehen sich markant zwei Holzbänke diagonal gegenüber. Dort biegen wir rechts ein und gelangen zu einem Aussichtspunkt mit erstem Blick auf den Rödliner See, der aber noch weit entfernt ist.

Obwohl es einen Weg in Richtung Wasser gibt, entscheiden wir uns für den längeren Pfad zwischen den Feldern, als Verlängerung des bisherigen Weges. Der andere Weg Richtung Wasser ist in unserer Karte nicht zu finden.

Ungefähr 1,6km weiter kommen wir zu einer Straße und der kleinen Ortschaft Rödlin. Hier schlagen wir links ein, wandern durch den Ort und biegen hinter der Kirche erneut links in den Inselweg ein.

Ca. 400m nach der Badestelle führt ein Weg hinter den Überresten eines Zauns nach links und bringt uns dicht ans Seeufer. Weitere ca. 600m später knickt der Weg nach rechts. Hier zweigt ein schmaler Pfad nach links zum Ufer ab. Dort gibt es auch eine improvisierte Brücke über einen kleinen Bach, den wir so überqueren. Wir haben versucht, einen anderen Weg zu finden, sind noch einmal zum Knick zurückgegangen und dem Weg weiter gefolgt. Allerdings fanden wir keinen anderen Anschluss und der Bach wurde zu einem breiten Graben, der nicht mehr überquert werden konnte.

Zurück zur Brücke: Die ursprüngliche Routenplanung sieht einen Weg nach rechts vor, weg vom See und am Rand des Feldes entlang. Diesen Weg konnten wir nicht finden – das Feld war umgepflügt. Da uns Personen über den Pfad direkt am Wasser entgegenkamen, setzten wir unseren Weg zwischen Seeufer und Feld fort. Dort gibt es keinen festen Weg. Der Boden ist weich und man kommt nur langsam voran. Es fühlt sich auch nicht richtig an, dort zu laufen.

Etwas später stoßen wir auf einen weiteren Graben, doch hier gibt es eine Zufahrt zum Feld und der Graben ist überbrückt. Leider ist auch dieser Weg nicht in der Karte verzeichnet. Wohin er führt, bleibt unklar und wir bleiben am Wasser.

Im weiteren Verlauf gelangen wir zu vier Zäunen. In drei Fällen gibt es eine Tür, die man nach dem Passieren wieder ordentlich verschließen muss. Der letzte Zaun ist etwa hüfthoch und muss überklettert werden. Ab hier fühlt es sich wieder legal an.

Nachdem der südliche Teil des Sees hinter uns liegt, überqueren wir die nächste Straße und laufen geradeaus auf die Gleise zu. Hier fährt jedoch schon seit Jahren kein Zug mehr. Hinter den Gleisen schwenken wir nach links und nähern uns dem Schlesersee. Wir halten uns links, überqueren eine kleine Holzbrücke und nehmen an der nächsten Gabelung erneut die linke Abzweigung. Wir folgen den Gleisen und gehen auf einen weiteren Bahnübergang zu. Am nächsten Weg angekommen, drehen wir uns nach rechts, lassen den Bahnübergang hinter uns – wir haben ihn also nicht überquert – und steuern auf den Carpiner See zu.

Nach etwa 600m haben wir die Westseite des kleinen Sees erreicht und müssen links am Zaun entlang weitergehen. Es geht auf das Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr zu, daran vorbei und dann noch einmal nach links zur Straße. Dort geht es nach rechts durch den Ort Carpin, entlang der Hauptstraße.

Nach dem letzten Haus schwenken wir nach rechts, erreichen erneut den Schlesersee und wandern an seinem Westufer nach Norden. Der Carpiner See bleibt uns hier leider verborgen, weil wir tiefer gelegen laufen.

Kurz bevor wir wieder das nördliche Ufer erreichen, stoßen wir auf einen Trampelpfad, der uns zurück zum Weg führt, den wir gerade zum Carpiner See genommen haben. Auf ihm geht es zurück zum Bahnübergang und dahinter nach rechts.

Jetzt laufen wir durch Georgenhof bis zum Ende der Straße und nehmen dort die Abzweigung nach links.

Auf der Landstraße gehen wir etwa 2,7km bis Groß Schönefeld. Hier verlassen wir die Straße bei den Bushaltestellen nach links. Dieser Weg führt uns nach ca. 500m zu einer schönen Badestelle mit tollem Blick auf den See. Wir rasten ungefähr 20 Minuten, bevor es zurück zur Hauptstraße und weiter nach Norden durch den Ort geht.

Kurz hinter dem Ortsausgang gabelt sich die Straße. Wir halten uns links. Parallel zur Straße verläuft ein Waldweg. Diesen findet man auf Höhe der Gabelung. Es gibt ein Maschendrahttor – darauf zugehen und nach rechts schauen, dort ist der Weg.

Nach ca. zwei Kilometern stehen wir wieder an dem großen Holzschild „Feldberger Seenlandschaft“. Dieses Mal nehmen wir nicht den Weg an den Kleingärten zurück zum Bahnhof, sondern gehen durch Blankensee auf der Hauptstraße bis zur Straße „Am Bahnhof“.

Hier endet unsere Runde und der Zug bringt uns pünktlich zurück nach Berlin.

Die Tour zum Nachwandern unter https://www.komoot.com/de-de/tour/2091060839?share_token=aqtld2J9R14O5wvuoKbr1Dwoksd4ne6GalrLDheLhL3seNw4Fq&ref=wtd

Auch hier wieder eine alternative Route, die zumindest offizielle Wege zu haben scheint, unter https://www.komoot.com/de-de/tour/2092399763?share_token=aMCrrA5OUps0qfRpqnRf3NRlqfLSyeH7kZJ5mvAWFaRNJvb1A7&ref=wtd

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