Eine Zeitreise durch die Epochen
Wir bleiben an der Donau bzw. in der Nähe und beginnen den Tag wie gestern mit einer Festung.
Festung Ram – Wächterin der Donau zwischen Legende und Geschichte
Die Festung Ram wurde im 15. Jahrhundert von den Serben erbaut, bevor sie im Laufe der Jahrhunderte unter die Herrschaft der Ungarn, Osmanen und Österreicher fiel – ihre strategische Lage an der Donau machte sie zu einem wichtigen Verteidigungsposten gegen Eindringlinge aus dem Osten. Heute ist die teilweise restaurierte Ruine ein geschütztes Kulturdenkmal und beliebter Aussichtspunkt mit Panoramablick auf die Donau, das vor allem durch seine mittelalterliche Architektur, die gut erhaltenen Wehrmauern und die historische Bedeutung als Grenzfestung zwischen dem serbischen und ungarischen Königreich beeindruckt. Die Mauern sind begehbar.
Viminacium – Römisches Erbe mit prunkvollem Mausoleum
Der Archäologische Park Viminacium, nahe der Stadt Kostolac, war einst eine der wichtigsten römischen Städte der Provinz Moesia Superior und diente im 1.–6. Jahrhundert n. Chr. als militärisches Zentrum, Handelsmetropole und Kaiserresidenz – hier lagerten Legionen, prägten Münzen und entstand eine blühende Zivilstadt mit Thermen, Tempeln und einem Amphitheater für 12.000 Zuschauer. Als Geburtsort mehrerer römischer Kaiser, darunter Hostilian, und mit einer Nekropole mit über 14.000 Gräbern zählt Viminacium zu den bedeutendsten archäologischen Stätten Europas und bietet einzigartige Einblicke in das tägliche Leben, Militärwesen und Kultur des Römischen Reiches an der Donau. Besonders herausragend ist das reich dekorierte Mausoleum in der Nekropole – mit Fresken und Inschriften, die römische und frühchristliche Einflüsse zeigen und die Grabrituale der Elite dokumentieren. Die laufenden Ausgrabungen bringen ständig neue Funde zutage, während Führungen durch die antike Stadt und ihre Grabstätten führen. Ein einzigartiges Fenster in das Leben am Limes der Donau. Besonders gefallen und beeindruckt hat uns das Modell der früheren Stadt.
Smederevo – Serbiens letzte mittelalterliche Bastion an der Donau
Die Festung Smederevo, erbaut im 15. Jahrhundert unter dem serbischen Despoten Đurađ Branković, ist eine der größten mittelalterlichen Burganlagen Europas und war als letzte Hauptstadt des serbischen Despotats ein wichtiger Verteidigungsposten gegen die osmanische Expansion – ihre massiven Mauern, 25 Türme und die Lage an der Donau machten sie strategisch unersetzlich. Nach wechselnder Herrschaft durch Serben, Osmanen, Österreicher und schließlich Jugoslawen ist die teilweise restaurierte Festung heute ein geschütztes Kulturdenkmal, das mit Open-Air-Konzerten, Festivals und einem Panoramablick auf die Donau Besucher anzieht. Ein bißchen fühlen wir uns wie in der Kulisse von Game Of Thrones.
Banater Sandwüste – Ein verpasster Stopp
Eigentlich stand die Banater Sandwüste auf dem Plan – doch diesmal blieb sie unentdeckt.
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