Geschichte erleben, Donau genießen, Novi Sad entdecken

Sombor – Barocke Pracht und donauschwäbische Spuren

In Sombor erzählen sonnenverwitterte Barockhäuser, der luftige Hauptplatz und die gemütlichen Kaffeehausterrassen von einer Stadt, die einst ein kulturelles Scharnier zwischen Ungarn und Serbien war – hier vermischen sich ungarische Eleganz, donauschwäbische Handwerkskunst und südslawische Gelassenheit. Besonders faszinierend ist der Kontrast zwischen Geschichte und Lebendigkeit: Vom neoklassizistischen Rathaus über die orthodoxe Kathedrale bis zu den versteckten Höfen atmet die Stadt den Charme einer vergessenen kaiserlichen und königlichen Perle, die sich heute als kleines Kunst- und Genießerparadies neu erfindet.

Einer dieser tollen Hinterhöfe findet sich hinter dem Eingang des Rathauses. Noch mehr Ruhe in einer auch so schon entschleunigten Stadt. Dieses Flair lädt uns auch zum Verweilen und Genießen ein.

Novi Sad: Donau-Flair, Festungszauber & serbische Lebenslust

Novi Sad ist jung, weltoffen und voller Überraschungen – eine Stadt, die uns mit offenen Armen, guter Laune und einer Prise Balkan-Charme empfängt. Alles Sehenswerte mit Geschichte, Eigenheiten und dem Blick hinter die Fassaden zeigt uns unser Guide Jovana. Mit ihr schlendern wir über die Dunavska-Ulica, vorbei an pastellfarbenen Jugendstilfassaden, und biegen dann in die Zmaj Jovina ein – das kulturelle Herz Novi Sads. Hier thront der neogotische Katholische Dom „Name of Mary“ mit seinen 96 Meter hohen Türmen, der als Wahrzeichen der Stadt gilt. Gleich daneben beeindruckt das Stadtmuseum im Geburtshaus des Dichters Mika Antić, ein klassizistisches Juwel, während das Rathaus mit seiner monumentalen Fassade an die Habsburger-Zeit erinnert. Am Freiheitsplatz stehen sich Dom und Rathaus gegenüber – beide stammen vom selben Architekten, György Molnár, der damit gleich zwei der prägendsten Wahrzeichen Novi Sads geschaffen hat. Das sieht man der Architektur nicht unbedingt an.

Gemeinsam laufen wir über eine der Donaubrücken. Novi Sad ist eine Stadt der Brücken – viele von ihnen wurden im Laufe der Geschichte zerstört und immer wieder neu aufgebaut, als Symbol für den unerschütterlichen Lebenswillen der Stadt.

Auf der Seite unterhalb der Festung – die für zwei Nächte unser Zuhause sein wird – bahnen wir uns den Weg durch kleine Gassen und zahlreiche Treppen, durch Tore und geschwungene Wege nach oben.

Dann endlich stehen wir auf der Petrovaradin-Festung, dem „Gibraltar der Donau“, blicken über den Fluss, während die Sonne die barocken Dächer Novi Sads langsam in goldenes Licht taucht. Diese Szenerie genießen wir noch länger beim Abendessen und erkunden dann im Schein der Laternen die Anlage.

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