Berge, Steinbrüche, Mahnmal und Abenteuer
Fruška Gora – Heiliger Berg, Weinberge und Klöster
Auf unserer Fahrt durch die sanften Hügel von Fruška Gora wird schnell klar, warum die Serben diesen Ort ihren „heiligen Berg“ nennen. Zwischen dichten Wäldern, Weinbergen und blühenden Wiesen tauchen immer wieder Klöster auf, die wie stille Zeugen vergangener Jahrhunderte wirken. Viele von ihnen entstanden in Zeiten der osmanischen Herrschaft und boten Schutz für Kultur und Glauben – ihre Fresken, Ikonen und stillen Innenhöfe erzählen Geschichten von Widerstand und Hoffnung.
Wir wollen nicht nur fahren, sondern auch wandern. Leider haben wir uns nicht ausreichend vorbereitet. So wählen wir aus einer Vielzahl von Wanderungen eine aus, die uns in der ersten Hälfte mit dem Bergbau-Aspekt vertraut macht und in der zweiten Hälfte durch prächtige Natur führt. Genau in der Mitte liegt ein derartig steiler Teil, den wir abschnittsweise nur sehr langsam und auf allen Vieren bewältigen können.
Versteckt im Wald der Fruška Gora liegt Beli Majdan, ein uralter Steinbruch, der der Legende nach von Mönchen des Rakovac-Klosters genutzt wurde – manche sagen sogar, dass er einst als geheimer Rückzugsort diente. Während durch die in Stein gehauenen Gänge warme Luft strömt, erzählen sich die Menschen, dass hier verborgene Schätze ruhen und der Ort noch immer die Geheimnisse vergangener Jahrhunderte hütet.
TV-Turm Iriški Venac
Auf dem Gipfel von Fruška Gora ragt der TV-Turm Iriški Venac in den Himmel – einst 170 Meter hoch und ein stolzes Symbol der Region, heute ein eindrucksvolles Mahnmal. Trotz der Schäden aus dem NATO-Bombardement 1999 mit ca. 50 Raketen steht der Turm noch. Man kann rund um die Ruine spazieren.
Abendessen mit Ausblick
In unserer Unterkunft entspannen wir nach der aufregenden Wanderung im großen Pool. Im nahegelegenen Restaurant Pećina Stroga genießen wir bei bester Aussicht wieder ein Abendessen im beginnenden Sonnenuntergang.
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