Wo Geschichte atmet und Abende golden leuchten
Ein strukturierter Tag voller Eindrücke
Der heutige Tag ist klar durchgeplant: Mit Big Tours geht es auf einen achtstündigen Ausflug, begleitet von unserem Guide.
Neue Wege durch die Festung
Die Belgrader Festung betreten wir diesmal durch ein anderes Tor und gelangen so in einen Bereich, den wir bisher nicht kannten.
Plötzlich stehen wir vor der Kirche Ružica – eine kleine orthodoxe Kirche, eingebaut in einen alten osmanischen Wachturm. Sie wurde im 19. Jahrhundert errichtet und diente im Krieg als Lazarett und Zuflucht für serbische Soldaten. Besonders bewegend: Die Leuchter sind aus Patronenhülsen, Granaten und Gewehren gefertigt – ein stilles Mahnmal, das Dank, Opferbereitschaft und Hoffnung zugleich ausdrückt.
Am Uhrturm vorbei, durch den Freiluftteil des Militärmuseums und am Zoo entlang verlassen wir die Festung. Über die Fußgängerzone und kleine Nebenstraßen nähern wir uns erneut den Mauern, diesmal führt uns der Weg jedoch in Richtung Sava-Ufer, vorbei an Restaurants, Nachtclubs und Cafés.
Zemun – Entspanntes Leben an der Donau
Mit dem Bus geht es weiter nach Zemun, einem charmanten Bezirk von Belgrad, wo die Uhren langsamer ticken. Vom Gardoš-Hügel mit dem markanten Millennium-Turm eröffnet sich uns ein weiter Blick über Belgrad. Über Stufen gelangen wir hinunter in die Altstadt bis ans Donauufer, wo wir uns mit einer deftigen Fischsuppe stärken, bevor wir durch die Gassen schlendern.
Der Tempel des Heiligen Sava
Zurück im Zentrum von Belgrad erwartet uns der imposante Tempel des Heiligen Sava – die größte orthodoxe Kirche Serbiens und eine der größten weltweit. Errichtet wurde er an jener Stelle, an der der osmanische Großwesir Sinan Pascha 1595 die Reliquien des Heiligen Sava verbrennen ließ. Der Bau begann 1935, wurde durch Kriege und Umbrüche immer wieder gestoppt und erst im 21. Jahrhundert weitgehend vollendet.
Die strahlend weiße Fassade aus Marmor und Granit, die 70 Meter hohe Kuppel mit goldenem Kreuz und die Dimensionen des Tempels beeindrucken uns sofort. Sein Vorbild war die Hagia Sophia in Istanbul. Das Innere ist überwältigend: Auf 15.000 Quadratmetern leuchten goldene Mosaike, von Christus Pantokrator in der Kuppel bis zu Szenen aus dem Leben des Heiligen Sava.
Bunte Skadarska-Straße
Zurück in der Altstadt zieht es uns in die Skadarska-Straße, wo bemalte Hausfassaden und kreative Details die Straße in ein lebendiges Freiluftatelier verwandeln.
Sonnenuntergang auf der Sava
Am Abend geht es aufs Boot: Eine Fahrt auf der Sava begleitet uns in den Sonnenuntergang. Zunächst ziehen die Festungsmauern an uns vorbei, dann steuert das Schiff in Richtung Belgrade Waterfront. Pünktlich zum Finale bricht die Sonne durch die Wolken und färbt die Skyline in ein glühendes Orange.
Zurück am Hafen lassen wir den Tag in der Kafana SFRJ ausklingen – mit origineller Inneneinrichtung, Blick auf die Sava und köstlichem Essen. Ein perfekter Abschluss für einen erlebnisreichen Tag.
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