Die Familie hat heute gestreikt und so bin ich alleine losgezogen und habe mir eine länge Strecke vorgenommen. Der Krumme See liegt bei Königs Wusterhausen und an der Ortschaft Krummensee. Der Weg ist knapp 9km lang. Reine Laufzeit sind gute zwei Stunden. Mit Stehenbleiben, Fotografieren und Beobachten bin ich auf knapp drei Stunden gekommen.

Der See verdankt seinem Namen der an ein Fragezeichen erinnernde Form, wobei der südlich gelegene Sutschke-See der Punkt zum Fragezeichen sein könnte.

Gleich am Start der Wanderung ist eine Badestelle, die heute nur Enten und ein Schwan nutzen. Während ich auf die Badestelle zulaufe, hat mich auch der Schwan entdeckt und kommt mir entgegengelaufen. Ich hocke mich hin, um Fotos zu machen, aber Kollege Schwan bleibt nicht stehen und faucht mich an. Ich richte mich wieder auf. Der Größenunterschied regelt dann auch das Verhältnis zwischen uns. Vermutlich ist er gewohnt gefüttert zu werden, denn auch die Enten haben sich hinter ihm auf den Weg zu mir gemacht. Wir klären dann kurz, warum z. B. Brot nicht gut für den tierischen Magen und das Wasser ist. Alle Vögel zeigen sich einsichtig und watscheln zurück ins Wasser.

Der Schwan begegnet mir an anderer Stelle erneut und zwar auf erfolgreicher Futtersuche.

Die Wege am östlichen Ufer führen auf schmalen Pfaden direkt am See entlang. Es gibt abschnittsweise auch breitere Wege. Ein Uferstück ist gesperrt und muss umrundet werden.

Jetzt im Herbst sind die Wege rutschig. Also auf Trittsicherheit achten, denn der See ist sehr nah.

Wenn man am südlichen Ende angekommen ist, kann man sich rechts halten und über eine schmale Brücke die Umrundung fortsetzen.

Ich entscheide mich weiter geradeaus in das Sutschketal zu laufen. Hierbei handelt es sich um ein Naturschutzgebiet. Schilder am Wegesrand informieren, dass das Tal ein verlandeter See ist und die früheren Anwohner*innen mit Brennholz und Ton versorgt hat.

Der Sutschkesee soll zur Blütezeit der Seerosen traumhaft aussehen. Im Herbst und besonders bei Regen hat er wenig reizvolles.

Auf der Westseite der Wanderroute trifft man auf viele große umgestürzte Bäume, die umgangen werden müssen.

Urplötzlich stehe ich vor zwei Rehen, die über meine Anwesenheit kurzzeitig genauso irriert sind wie ich, unmittelbar die Flucht ergreifen und mir nicht mal die Chance begeben zur Kamera zu greifen.

Wieder zurück am Krummen See muss ich an der Straße entlang laufen, da die Westseite bebaut ist und der Uferweg nur ein paar hundert Meter vor Ende der Wanderung wieder zugänglich wird.

An diesem See habe ich ihn übrigens gefunden und ich habe oft Ausschau nach ihm gehalten: Den Wassertreter – eine meiner liebsten Kindheitserinnerungen.

Die Tour zum Nachwandern unter https://www.komoot.com/tour/105484394?ref=wtd

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