Über eine Veranstaltung bin ich im Rahmen meiner Ehrenämter auf den Heldenrat aufmerksam geworden, der viel Beratung und auch dieses tolle Angebot vorhält.

Die Möglichkeit, auf einem alten Segelkutter über die Ostsee zu segeln und dabei neue Menschen sowie Formen der Entspannung kennenzulernen und auszuprobieren, hat mich sofort begeistert. Ich habe mich direkt angemeldet, aber die Plätze waren zu diesem Zeitpunkt schon voll.

Zum Glück hat noch jemand abgesagt und ich konnte nachrücken. So hatte ich plötzlich die wunderbare Gelegenheit, vier Tage auf einem Schiff und auf der Ostsee zu verbringen.

Erst einmal Lübeck

Auf der An- und Abreise konnte ich mir noch in Ruhe Lübeck anschauen. Ich war sehr überrascht, wie hübsch diese Stadt ist und was es dort alles zu sehen gibt.

Dann ging es aufs Schiff.

Leider war uns das Wetter hinsichtlich des Windes nicht ganz gewogen. Dafür war es überwiegend warm und sonnig – und damit eigentlich ziemlich gute Voraussetzungen für vier entspannte Tage auf der Ostsee.

Tag 1: Von Lübeck nach Neustadt

Die Route führte von Lübeck über die Trave in die Ostsee. Am Ende des ersten Tages ging es durch die Dunkelheit weiter nach Neustadt.

Schon der erste Tag war eine Mischung aus Segeln, neuen Eindrücken und dem ungewohnten Leben an Bord. Nachts lagen wir im Hafen – was sich später noch als durchaus angenehm herausstellen sollte.

Tag 2: Mehr stehen als fahren

Am zweiten Tag waren wir vor der Küste unter Segeln unterwegs. Wobei „unterwegs“ vielleicht etwas großzügig formuliert ist: Mangels Wind sind wir mehr gestanden als gefahren.

Zum Ende des Tages liefen wir in den Hafen von Niendorf ein.

Das Wetter blieb uns immerhin treu: warm und sonnig, auch wenn der Wind gerne etwas kräftiger hätte sein dürfen.

Tag 3: Zurück Richtung Travemünde

An Tag 3 ging es wieder auf die Ostsee. Diesmal allerdings mangels Wind unter Motor. Vorbei an der Brodtener Steilküste ging es zurück in die Trave und in die Pötenitzer Wiek.

Von hier aus konnten wir uns Travemünde anschauen. Ich habe die Gelegenheit genutzt, mir die Viermastbark Passat anzuschauen. Auf dem Schiff bin ich in der Ausstellung dem Tagebuch eines Schiffsjungen auf einer seiner Reisen gefolgt.

Was für ein Abenteuer!

Tag 4: Zurück nach Lübeck

Am vierten Tag ging es dann zurück in den historischen Hafen von Lübeck. Hier war unsere Reise schließlich zu Ende.

Vier Tage waren schnell vorbei – aber sie haben viele neue Eindrücke hinterlassen.

Mein Fazit

Ich würde das jederzeit wieder machen.

Das Leben an Bord ist sehr schlicht und funktional. Mit mehreren Menschen unter Deck in ungewohnt niedrigen Kojen zu schlafen, ist durchaus machbar. Da wir die Nächte in Häfen verbracht haben, waren Duschen und „echte“ Toiletten nie weit entfernt.

Unser Smutje hat uns die feinsten Mahlzeiten gezaubert und alle haben beim Schnippeln und Abwaschen mitgeholfen. Auch beim Segeln waren wir als Gäste eingebunden. Uns wurden alle Schritte erklärt, sodass wir – neben den Entspannungsübungen – auch noch etwas Segelerfahrung sammeln konnten.

Und vielleicht ist genau diese Mischung das Besondere an der Reise: Abstand vom Alltag, neue Menschen, gemeinsames Anpacken, Entspannung und gleichzeitig etwas Neues lernen.

Vier Tage auf einem alten Segelkutter auf der Ostsee – ich würde sofort wieder mitsegeln.

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